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berlin

Ewiger Schwadlappen

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Wednesday, January 29th 2014, 6:06pm

Jugend früher

Ja - wir haben überlebt




Angeregt durch franks Beitrag zu unserer glücklichen Kindheit fiel mir noch etwas ein, was ich schon vor langer Zeit geschickt bekommen und erweitert habe: (AnneB)

Unsere Kindheit

1. Die Familienautos hatten keine Sicherheitsgurte, Kopfstützen und erst recht keine Airbags - und Papa war trotzdem stolz wie ein Schwan :-)

2. Auf dem Rücksitz wars lustig und nicht gefährlich

3. Die Gitterbetten und Spielzeuge waren bunt oder zumindest mit bleihältigen oder anderweitig giftigen oder bedenklichen Lacken gestrichen

4. Es gab keine Kindersicherungen an Steckdosen, Autotüren, Arzneiflaschen und chemischen Haushaltsreinigern

5. Man konnte ohne Helm Fahrradfahren...

6. Man trank aus dem Gartenschlauch oder sonstigen Quellen (auch im Wald) - und nicht Mineralwasser aus sterilen Flaschen

7. Wir bauten Seifenkisten und andere tolle Fahrzeuge, und diejenigen, die das Glück hatten, an einer abschüssigen Asphaltstrasse zu wohnen, konnten versuchen Geschwindigkeitsrekorde aufzustellen und eventuell auf halbem Weg feststellen, dass man an der Bremse gespart hatte. Nach einigen Unfällen war aber meistens auch dieses Problem für die Zukunft gelöst

8. Man durfte zum Spielen das Haus verlassen mit der einzigen Kondition, dass man vor dem finster werden wieder nach Hause kam

9. Es gab kein Handy... und niemand wusste, wo wir uns rumtrieben. Unglaublich !!!

10. Wir hatten Schürfwunden, gebrochene Knochen, auch eingeschlagene Zähne, aber niemals wurde jemand deswegen verklagt - auch wenn eine kleine Rauferei im Spiel war. Niemand hatte Schuld - nur wir selbst.

11. Wir konnten Süssigkeiten verdrücken und Butterbrote, Getränke mit richtigem Zucker trinken und niemals hatten wir Gewichtsprobleme - weil wir immer draußen spielten und aktiv waren

12. Wir konnten uns zu viert eine Limonade (später Doppelliter) teilen, aus derselben Flasche/Krug trinken, ohne dass jemand davon gestorben wäre

13. Wir hatten keine Playstations, Nintendo 64, XBox, Vídeospiele, 99 Kabelkanäle, WAP-Handy's , Klingeltöne von Jamba, Computer, Chatrooms und Blogs im Internet (;-))- sondern Freunde!

14. Wir konnten raus, zu Fuß oder mit dem Fahrrad Freunde besuchen, auch wenn sie mehrere km weit entfernt wohnten, anklopfen oder einfach ohne anzuklopfen ins Haus gehen und sie zum Spielen abholen

15. Ja draußen, in der grausamen Welt!
Ganz ohne Aufpasser! Wie war das nur möglich? Wir spielten Fußball auf ein Tor und wenn mal einer nicht in die "Selektion" aufgenommen wurde, gabs kein psychisches Trauma und keinen Weltuntergang

16. Einige Schüler waren vielleicht nicht so gut wie andere, und wenn sie sitzenblieben, musste das Jahr wiederholt werden. Niemand wurde deswegen zum Psychologen, Psychiater oder Psychopädagogen geschickt. Niemand hatte Dylexia, Konzentrationsprobleme oder war hyperaktiv. Es wurde einfach das Schuljahr wiederholt - und jeder bekam seine Chance.

17. Wir hatten Freiheit, Rückschläge, Erfolge, Aufgaben. Wir mussten sparen, um uns Wünsche erfüllen zu können.
Und lernten mit Geld und anderen Dingen umzugehen.

Die Preisfrage ist nur: Wie schafften wir es bloß, diese furchtbare Zeit zu überleben??? Und vor allem: Wie konnten wir nur unsere Persönlichkeiten entfalten?!

Mensch, waren wir glücklich!!!!!! Oder???? :-)



18. Es starb noch kein Nichtraucher am Passivrauchen

19. Der FC war noch (manchmal) eine Spitzenmannschaft

20. Pädagogen hießen damals noch ganz einfach Lehrer

21. Das Wort "Überforderung" war noch nicht erfunden

22. Man suchte keinen Job, sondern ergriff einen Beruf

23. Morgens wurden noch Brötchen ausgetragen

24. Beträge unter 100 DM musste man in bar bezahlen, ohne Geld gab's nix

25. Die Arbeitslosigkeit erreichte eine Rekordhöhe von 800.000

26. In den Straßenbahnen hingen Schilder: "Wenn es um den Sitzplatz geht, das Alter sitzt, die Jugend steht."

27. In Berlin kostete die S-Bahn 20 Pf, Busse 25 und Straßenbahnen 30 Pf

28. Mit 14 verließ man die Volksschule, machte eine Lehre und bezahlte mit 17 Rentenbeiträge

29. Stichwort Lohntüte:
Mein Vater hat mal eine Zeit lang an der Kasse gearbeitet. Allein die Vorarbeiten! Den Betrag auf dem Lohnzettel in Scheine und Münzen umsetzen. Zum Beispiel 63,72 = 1 50er, 1 Zehner, 3 Einer, 1 0,50er, 2 Groschen, 2 Pfennige. Eintüten, zukleben, Name drauf schreiben.
Am Zahltag Identität prüfen, Tüte aushändigen, nachzählen und quittieren lassen. Der Nächste.
Bei Arbeitern jede Woche, bei Angestellten zweimal monatlich, bei Beamten am Monatsersten.

30. 1958 gab es

31. noch keine Anti-Baby-Pille

32. noch keine Papierwindel

33. noch keine Menschen im Weltall

34. noch keine Rückpassregel

35. noch kein Dosenpfand

36. noch kein RTL

37. noch keine Klimakatastrophe

38. nur S/W-Fernsehen

39. noch keine Nachkommen von mir.

40. Es gab noch keine Wilden Ehen oder Patchworkfamilien.

41. Saturn, Mediamarkt und Aldi waren noch ferne Zukunft.

42. In Klettenberg gab es 4 Kinos.

43. Müll wurde noch nicht sortiert, sondern war einfach Müll.

44. Die Früher-war-alles-besser-Klugscheißer-Generation wurde gezeugt und geboren.

45. Kinder kannten noch Kühe, Pferde und Ziegen.

46. Köln hatte die Postleitzahl 22c.

47. Die Abkürzung BRD war verboten, die DDR war eine Sogenannte oder besser Zone oder noch besser von drüben.

48. Wer von rrh nach lrh oder umgekehrt wollte, musste zu Fuß über die Pattonbrücke.

49. Nach dem 20.6.48 (Währungsreform)gab es täglich Bohnenkaffe und jeden Sonntag Blumenkohl und selbstgemachte Buttercremetorte.

50. Durch die Straßen zogen mit einem kleinen Karren und einer großen Glocke Lumpensammler und riefen: "Lumpen, Flaschen, Eisen und Papier".

51. Frauen konnten noch kochen. Fastfood gab es nicht.

52. Es gab Fliegen. Sie wurden entweder mit Leimstreifen oder mit der Hand gefangen.

53. Kaffee musste noch in der Kaffeemühle gemahlen werden.

54. Ausflüge hießen damals hamstern.

55. Mit 21 war man erst volljährig.

56. Die ersten Menschen reisten zum Mond

57. Bernd Clüver sang: Der kleine Prinz.

58. Eine neue Patrei in Sportausführung wurde gegründet, sie trugen Turnschuhe, die Grünen.

59. Die emanzipierten Frauen machten sich stark. Es gab eine neue Zeitschrift Emma

60. Oswalt Kolle sorgte mit dem Film “Helga“ für Aufregung

61. Conny Froboes sang: Zwei kleine Italiener

62. Uncle Satchmo`s lullaby mit Conny Frobbes

63. Downtown - Petula Clarck.

64. Cliff Richard - Rote Lippen soll man küssen. Lucky Lips

65. Der Konfirmandenunterricht wurde geschwänzt

66. In der Schuhle mussten wir dafür in der Ecke stehen

67. Die Aufgaben, für die Konfirmandenprüfung wurden uns von den Pastoren vorher mitgeteilt.

68. Der Decksteiner Weiher hieß damals noch "Lido" oder wegen Bodenbelags "Pipi-Kacka-See". In den ersten Jahren hatte er kein Wasser, man konnte prima Radfahren oder Rollschuhlaufen.

69. Nicht nur der Briefträger und der Schornsteinfeger, sondern auch der Paketbote, der Geldbriefträger, die Müllmänner und die Straßenreinigung holten sich ein Neujährchen ab.

70. Die Kinos waren proppenvoll, man musste lange für Karten anstehen.

71. Kinos, in denen die "Sünderin" mit Hildegard Knef gespielt wurde, wurden boykottiert.

72. Margit Sponheimer sang "Am Rosenmontag".

73. Im Fernsehen lief die Serie "Familie Hesselbach".

74. Friedel Hensch sang "Ach, Egon".

75. In den Straßen fuhren auf lose verlegten Schienen die Schuttbähnchen. Aus Kiesgruben wurde Schuttberge.

76. Im Rhein sind wir ohne nachzudenken schwimmen gegangen.

77. Wir stellten uns auf Eisschollen im Winter im Rhein.

78. Ernst Neger sang: Heile heile Gänsje

79. Gogo-Girls traten im Fernsehen schon mit nackten Busen auf.

80. Der Briefträger hat sich am Jahresende überall sein Körnchen abgeholt.

81. Der Schornsteinfeger klingelte an der Tür und wünschte jedem viel Glück für?s neue Jahr.

82. Die Menschen gingen aufeinander zu, und nicht aufeinander loss.

83. Das Wort “Nachbarschaft“ hatte noch einen anderen Wert.

84. Kinder, machten älteren Menschen den Platz frei in der Straßenbahn.

85. Jupp Schmitz sang: wer soll das bezahlen, wer hat soviel Geld.

86. Wir gingen mit dem Kochgeschirr zur Schule, denn in der Großen Pause gab es Schulspeisung. Am besten war die Bouillonsuppe mit ganz viel Nudeln und richigem Fleisch!

87. Die Wegwerfgesellschaft war noch nicht erfunden. In jedem Haushalt gab es ein Stopfei, denn Strümpfe wurde noch (vielfach) gestopft.

88. Es gab kleine Betriebe, in denen Laufmaschen an den "hochwertigen" Nylonstrümpfen kunstvoll beseitigt wurden.

89. Es gab noch Mai- und Marienkäfer.

90. Obst war fast immer wurmstichig.

91. Es gab noch keine Schmierereien an Häusern und öffentlichen Einrichtungen.

Bin ich eigentlich der einzige, der eine Vergangenheit hat?

92. Der FC spielte in der Radrennbahn, weil das Müngersdorfer Stadion (nein, nicht das - nein, das auch nicht) gerade umgebaut wurde.

93. An den Straßenbahnen hingen Schilder "Auf- und Abspringen während der Fahrt verbotem".

94. Wir Jungen spielten auf der Straße Fußball mit einem fast abgeschabten Tennisball.

95. Es gab den Karnevalsschlager "Wir sind die Eingeborenen von Trizonesien".

96. Es gab Maisbrot, weil die Amerikaner eine Order falsch verstanden hatten.

97. Eine Zigarette kostete auf dem Schwarzmarkt 5 RM.

98. Es gab weiße Kreise und weiße Jahrgänge. Und, wenn man Glück hatte, Carepakete.

99. Es gab Lebensmittelkarten und Merheim lrh. und Merheim rrh. Mönchengladbach wurde noch mit "ü" geschrieben.

100. Der KStA konnte nach dem Lesen prima als Klopapier benutzt werden.

101. Der KStA hatte den Slogan "Wenn jet passeet, wenn dich jet drück, flöck im Standtanzeiger ingerück"

102. In den Straßenbahnen gab es Schaffner. Zuerst gingen sie mit einer vor-der-Brust-Kasse durch den Wagen, später saßen sie am Pult.

103. Einmal in der Woche wurde gebadet, und zwar immer samstags.

104. Kinderlähmung war in Deutschland weit verbreitet.

105. Müllers Aap boxte.

106. Und wir in den 70ern hatten die dreieckigen Trinkpäckchen von Sunkist, Monchichies zum Knuddeln, liebten Bonanza und und "Gute-Nacht- John-Boy-Walton"

107. In den Familien lebten oft 3 Generationen zusammen.

108. Ein Geschiedener war das, was heute ein Raucher ist, nämlich äußerst verdächtig.

109. Die Selbstverwirklichung der Frau war noch nicht erfunden.

110. Fortuna Düsseldorf, Hamborn 07, Rhenania Würselen und Katernberg waren noch Spitzenmannschaften.

111. Das Fernsehen war noch schwarzweiß, es gab nur einen Sender, um Mitternacht war Sendeschluss.

112. Ein Ortsgespräch kostete 23 Pf, egal wie lang.

113. Porz war noch eine eigene Gemeinde.

114. Die Kölner liebten ihren Kardinal.

115. Im Fernsehen lief die Familienserie "Familie Schölermann" mit Charles Brauer und Lotte Rausch.

116. Den FC Bayern kannte außerhalb Bayerns keiner.

Bei tausend höre ich auf.

117. In den Straßenbahnen hingen Schilder: "Wenn es um den Sitzplatz geht, das Alter sitzt, die Jugend steht."

118. In Berlin kostete die U-Bahn 20 Pf.

119. Mit 14 verließ man die Volksschule, machte eine Lehre und bezahlte mit 17 Rentenbeiträge.

120. An wichtigen Kreuzungen standen Polizisten, die durch Armbewegungen den Verkehr regelten.

121. Man konnte noch auf fahrende Straßenbahnen aufspringen.

Und trotz all dieser entsetzlichen Dinge haben wir das Wirtschaftswunder geschafft und sind alle was geworden.

(Kommentatoren: AnneB, Hajo Köln und berlin)

Annick 50

Unregistered

2

Wednesday, January 29th 2014, 6:13pm

Annick50 PS: Es gab Ausländer in der Schule, und die bemühten sich (wie wir) diese Rechtschreibregeln zu lernen. Einer fand sogar den "Schimmelreiter" gut. Dass die aus Jugoslawien oder Italien kamen, hat niemanden interessiert - die gehörten dazu.

Profil gelöscht

Unregistered

3

Wednesday, January 29th 2014, 6:16pm

Was für eine Sammlung.

Ich erlasse Dir ein Dutzend Vaterunser.

berlin

Ewiger Schwadlappen

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4

Saturday, October 25th 2014, 12:11pm

122. Früher mussten Uhren täglich von Hand aufgezogen werden: die Kirchturmuhr, die Standuhr in der Diele, die Wohnzimmeruhr oben auf dem Wohnzimmerschrank, (alle mit unterschiedlichem Geläut), der Wecker, die Armbanduhr. Und wer war zuständig? Ich! Auch die Kirchturmuhr von St. Bruno in Klettenberg habe ich schon aufgezogen. Rauf in den Kirchturm, dann große Gewichte nach unten ziehen.



Und morgen (Winterzeit) muss ich wieder alle Zeiger Uhren (nicht die Kirchturmuhr) (außer den 3 PC) um 2 Stunden vorstellen. Nicht die Uhren in der Küche. Die gehen seit dem Stromausfall vor 3 Wochen sowieso alle falsch.



Früher hatten Uhren Zeiger. Da las man jetzt "5 nach 12" ab, jetzt lese ich "12:08". Ist doch einfacher geworden, anstatt "gleich 10 nach 12". Die Berliner machen es noch komplizierter. "5 vor Viertel 1".

seniorbook

Unregistered

5

Wednesday, January 7th 2015, 8:00am

Warum sieht man es so selten …?

Früher als Kind:

Hast Du einen Schneemann gebaut…
Hast Du in den Wolkenbildern Geister und Gesichter gesehen...
Hast Du Regenwürmer vor dem Überfahren gerettet…
Bist in jede Pfütze gesprungen….

Vielleicht entdecken wir es ja wieder…..irgendwann…

seniorbook

Unregistered

6

Wednesday, January 7th 2015, 3:37pm

Als Kinder hatten wir zwar kein Internet, nie Geld, dafür aufgeschlagene Knie und dreckige Fingernägel...
sind zum Fußball durch Löcher im Zaun gekrochen, haben im Bett unter der Decke gelesen, haben volle Milchkannen geschleudert ...
War eine schöne Zeit...

berlin

Ewiger Schwadlappen

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7

Friday, May 1st 2015, 7:34am

Früher wurden Einkäufe nicht in Plastiktüten, sondern in Netzen transportiert.

berlin

Ewiger Schwadlappen

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8

Friday, May 1st 2015, 12:18pm

Früher gab es kein Mindesthaltbarkeits-Datum.

Auch nach 100 Jahren war die Ware entweder noch gut oder verdorben.

Ob die Ware verdorben war, das sah man, roch man oder schmeckte man.

Im Zweifelsfall (Schimmel) war sie noch gut.

berlin

Ewiger Schwadlappen

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9

Friday, May 1st 2015, 12:19pm

Und es galt die Devise "Dreck scheuert den Magen."

checkmate

Internet-Legastheniker

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10

Tuesday, May 5th 2015, 8:58pm

Wir spielten auf der Neuenhöfer Allee über die gesamte Breite Völkerball. Hannelore Heimanns - Sülzgürtel 1 - war dabei.

Wenn mal ein Auto kam, unterbrachen wir das Spiel.

berlin

Ewiger Schwadlappen

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11

Friday, May 8th 2015, 12:24pm

Meine Freundin hatte eine Puppenküche. Anderthalb Meter hoch, 3 Etagen mit je 3 Zimmern. Herrje, war ich neidisch. Jedes Zimmer möbeliert.

Ich habe mit meiner Tochter Kaufladen und Post gespielt.

berlin

Ewiger Schwadlappen

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12

Saturday, May 9th 2015, 9:40am

Ich hatte ein Kasperle-Theater. Bühne, Vorhang und Handpuppen. Kopf aus Holz, Kleidung Textil.

Dazu 3 Bücher mit Stücken, einschl. Regie-Anweisung (Polizist kommt von rechts)

berlin

Ewiger Schwadlappen

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13

Saturday, May 9th 2015, 9:47am

Wir haben Bombensplitter gesammelt und getauscht. Je größer, desto wertvoller.

Wie die Mädchen Glanzbilder.

berlin

Ewiger Schwadlappen

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14

Saturday, May 9th 2015, 11:12am

Wenn ein Fluss oder See in der Nähe war, machten wir "Butter schmieren". Einen flachen Stein so ins Wasser werfen, dass er mehrmals (möglichst oft) auftitscht.

Mit meinem Freund Helmut erfand ich die geheime B-Sprache. "Habast dubu A-bangst?"

berlin

Ewiger Schwadlappen

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15

Tuesday, May 12th 2015, 4:32pm

Wir spielten auf der Straße: Verstecken, Nachlaufen, Klickern, Namenraten, Stadt-Land-Fluss, Messerstechen (mit der Messerspitze möglichst genau eine geritzte Linie treffen), der König schickt seine Soldaten aus. Seilchenspringen und Hüppekästchen.

Zu Hause spielte ich Ping-Pong auf dem Wohnzimmer-Ausziehtisch, mit der Märklin-Eisenbahn H0, mit dem Stabilbaukasten, Sag nix über Pulok, Mensch ärgere dich nicht und Schach.

berlin

Ewiger Schwadlappen

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16

Thursday, May 14th 2015, 1:23am

So sind auch Grimms Märchen entstanden. Die Gebrüder haben im Internet so lange Märchen abgekupfert, bis mehrere dicke Bücher zusammen waren. Urheberrechte haben die Gebrüder nicht interessiert. Die haben geklaut auf Teufel komm raus. Statt ins Gefängnis sind sie in die Geschichte eingegangen.

Ach so, das gehört nicht zum Thema.

berlin

Ewiger Schwadlappen

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17

Saturday, May 16th 2015, 11:34pm

Die New Yorker Autorin Lenore Skenazy wurde angefeindet, weil sie ihren neunjährigen Sohn allein U-Bahn fahren ließ??? (Spiegel)

Ich bin mit 8 Jahre allein mit der Reichsbahn nach Schwelm gefahren - im Krieg.

Interessante Vorstellung, wenn es die Grünen schon zu Hitlerzeiten gegeben hätte.

Catia Monser

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18

Sunday, May 17th 2015, 10:49am

Ich bin in Brasilien geboren, aber auch hier spielte man auf der Strasse und Bus und Strassenbahn waren nicht gefährlich . Heute dürfen Kinder nicht alleine auf der Strasse sein, es ist zu gefährlich.

berlin

Ewiger Schwadlappen

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19

Sunday, May 17th 2015, 11:18am

@ Catia Das kann man nicht miteinander vergleichen. Brasilien hat zwar gegen Kriegsende auch noch Deutschland den Krieg erklärt, war aber selbst nie Kriegsgebiet. 1945 - da war ich 10 - war Deutschland zerstört. Privat-Autos und Busse gab es nicht, auf der Luxemburger Straße fuhren alte, klapprige Lastwagen mit Holzvergaser oder Pferdefuhrwerke, die Klütten (Briketts=Braunkohle) von Knappsack nach Köln brachten. Man konnte sich auch mit einer Hand an den Lastern festhalten und sich mit dem Fahrrad ein Stück ziehen lassen. Viele Häuser waren zerstört. An den dicken Drahtgestellen machten wir Turnübungen. Die ersten Straßenbahnen fuhren erst wieder ab 1946. Sie waren brechend voll. Wir fuhren auf Trittbrettern und Kupplungen mit. In den Trümmern suchten wir nach nützlichen Gegenständen. Wir hatten Hunger und froren. Kohle gab es zwar eigentlich reichlich - im Ruhrgebiet - , aber es fehlten Lastwagen und Rheinbrücken. Und Benzin war sogar bei den Besatzungsamis knapp. Deshalb dauerte der Vormarsch so lange. Wir fällten im Grüngürtel Bäume, transportierten sie bei Nacht und Nebel nach Hause und zerkleinerten sie auf dem Balkon mit der Axt. Gruß nach Brasilien

seniorbook

Unregistered

20

Sunday, May 17th 2015, 1:25pm

Früher fand ich Fußball interessanter..,
es gab noch für drei Ecken..., einen Elfer...

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